Rahmenplan Radebeul-Mitte

Stadtansicht
Stadtansicht 4

Rahmenplan Radebeul-Mitte

Städtebauliche Ziele 

Der Rahmenplan entwickelt für die Radebeuler Mitte einen von Sport und Kultur geprägten Gebietscharakter. Damit werden bereits vorhandene Ansätze vor Ort aufgegriffen und weiterentwickelt. Andere, historisch bedingte Ansiedlungen pharmazeutischer und gewerblicher Art werden nicht weiterverfolgt, Brachflächen und leerstehende Gebäude den neuen Zielstellungen zugeführt. Das zuletzt von der Meda Pharma genutzte Laborgebäude wird zum Haus der Kultur und Geschichte umgebaut mit Stadtarchiv, Städtischer Kunstsammlung und Stadtgeschichtlicher Sammlung. Geografisch zwischen den beiden dicht bebauten historischen Stadtzentren der Stadt Radebeul gelegen, soll die Mitte ein von Grün geprägter Stadtteil bleiben und dies in noch höherem Maße werden. Zwar sieht der Plan auch Neubauten vor, und gehen zusätzliche Sportanlagen mit Flächenversiegelung einher, insgesamt werden die Grünflächen aber aufgewertet, durch Großgrün und Ausgleichsflächen ergänzt und für einen attraktiven Aufenthalt gestaltet. Ziel ist es nicht allein, mit neuen Sportanlagen dem dringenden Bedarf des Vereinssports zu entsprechen, es sollen auch öffentliche Grünflächen für die sportliche und erholsame Betätigung aller Stadtbewohner geschaffen werden. Die Grünflächen am Moritz-Garte-Steg werden besser mit dem Lößnitzgymnasium verbunden.

Eine neue Verbindung zwischen Ost und West

Das Plangebiet erstreckt sich zwischen Meißner Straße und Bahndamm in wechselnder Tiefe. Eine neu angelegte Fuß- und Radwegverbindung zwischen der Bernhard-Voß-Straße im Westen und der Steinbachstraße im Osten bildet das Rückgrat dieses zusammengesetzten Raums, der dadurch erstmals als Einheit erlebt werden kann. Während der neue Weg aus gesamtstädtischer Sicht einen Lückenschluss in der geplanten Radvorrangroute zwischen Ost und West vollzieht, wofür er sicher über die Weintraubenstraße geführt werden muss, erschließt er vor Ort die sportlichen und kulturellen Angebote nahe der Bahn und verbindet sie mit dem öffentlichen Nahverkehr wie auch untereinander. Die Frequentierung der Durchwegung macht das Gebiet zu einem öffentlichen Raum. Der ruhende Verkehr wird an wenigen Stellen gebündelt, um eine platzsparende Anordnung umzusetzen, Erweiterungsflächen freizumachen und Suchverkehr zu vermeiden. Die Richard-Wagner-Straße wird auf Höhe Krokofit für den Durchgangsverkehr gesperrt und auf dem neuen Parkplatz gewendet. Dadurch kann vor dem S-Bahn-Halt Radebeul-Weintraube ein neuer Stadtplatz als Entree in die Radebeuler Mitte entstehen. Hier soll zukünftig auch der Zugang zur Jugendherberge liegen.