Entwicklungsgebiet Radebeul-Mitte
Der Förderbescheid für Radebeuls sportlich-kulturelle Mitte ist da!
Gute Nachrichten für Radebeul: Das Gebiet Radebeul-Mitte bekommt Geld für die Stadtentwicklung! Am 1. Oktober 2025 hat Staatsministerin Regina Kraushaar Oberbürgermeister Bert Wendsche und Vertretern von 16 anderen sächsischen Städten und Gemeinden bei einer Feierstunde in Leisnig Neuaufnahmebescheide über insgesamt 37,8 Millionen Euro übergeben. Für Radebeul sind davon 1,43 Millionen Euro dabei. Bis zum Jahr 2039 können fast 15 Millionen Euro ausgegeben werden. Der Bund, der Freistaat Sachsen und die Stadt Radebeul stellen das Geld jeweils zu einem Drittel bereit. Im Januar 2025 hatte das Stadtentwicklungsamt den Antrag für das Förderprogramm „Lebendige Zentren“ eingereicht – und Radebeul wurde noch im selben Jahr aufgenommen. Das Antragsdokument „SEKO“ basiert auf dem Rahmenplan Radebeul-Mitte, den der Stadtrat am 12.02.2025 beschlossen hatte. Durch Erschließung der vorhandenen Brachflächen und Umnutzung leerstehender Gebäude soll aus der Mitte ein städtebauliches Ganzes werden und zugleich ein bevorzugter Verkehrsraum für Nutzer von Rad, S-Bahn, Bus und Straßenbahn. Die freien Flächen sollen zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern für kulturelle und sportliche Nutzungen neu gestaltet werden. Alle werden regelmäßig informiert und aktiv eingebunden.
Rahmenplan und SEKO
In seiner Sitzung vom 12.02.2025 hat der Stadtrat den Städtebaulichen Rahmenplan „Sportlich-kulturelle Mitte Radebeul" und zugleich das Städtebauliche Entwicklungskonzept (SEKO) „Radebeul Mitte“ beschlossen. In ihren inhaltlichen Aussagen überschneiden sich die beiden Dokumente in wesentlichen Teilen. Der Rahmenplan will das zukünftige Planen und Bauen koordinieren und in die Richtung einer „sportlich-kulturellen Mitte“ für Radebeul lenken. Er wird in Zukunft immer dann eine Rolle spielen, wenn in den einzelnen Teilabschnitten konkrete bauliche Maßnahmen geplant werden, für die er den „Rahmen“ bildet. Das SEKO ist ein Fördergebietskonzept und Teil eines Antrags auf Städtebauförderung im Bund-Länder-Programm „Lebendige Zentren“. Für den Fall der Gewährung von Fördermitteln sollen damit in den nächsten 15 Jahren zahlreiche Einzelmaßnahmen des Rahmenplans finanziert werden.
Verkehrsuntersuchung Weintraubenstraße
In einem nächsten Schritt wird eine umfassende Verkehrsuntersuchung im Bereich der Weintraubenstraße durchgeführt. Es geht nicht nur darum, die vorhandenen Mängel beim Rad- und Fußverkehr zu beheben, sondern auch die Auswirkungen der Rahmenplanung auf das Gebiet zu untersuchen. Die entscheidenden Maßnahmen des Rahmenplans in verkehrlicher Hinsicht sind die Einrichtung einer sicheren Querung für Radfahrer und Fußgänger über die Weintraubenstraße, die Abbindung der Richard-Wagner-Straße von der Weintraubenstraße und die Anlage eines zentralen Parkplatzes zwischen Krokofit und Jugendherberge. Vor dem S-Bahn-Halt Weintraube soll ein Stadtplatz ohne Durchgangsverkehr entstehen.
Erste Bürgerveranstaltung
In der ersten Bürgerveranstaltung am 10.12.2024 in der Aula des Lößnitzgymnasiums nahmen rund 60 Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit wahr, sich über den Rahmenplan und das SEKO zu informieren und Stellung zu nehmen. Die Stellungnahmen wurden zusammen mit denjenigen der Träger öffentlicher Belange in das SEKO inhaltlich aufgenommen. Zu Änderungen am Rahmenplan haben diese jedoch nicht geführt, weil dieser vom Abstraktionsgrad her durch konkrete Einwände und Vorschläge noch nicht berührt ist. Diese werden jedoch bei den Umsetzungsplanungen zur Geltung gebracht werden. Im Kern besteht die Rahmenplanung in der Formulierung von Zielen, die immer so oder anders verwirklicht werden können. Sobald konkrete Planungen für die einzelnen Abschnitte des Rahmenplans in Gang kommen, werden die Bürger wieder informiert und beteiligt.


