Vernissage am 10. April 2026, 19.00 Uhr in der Stadtgalerie Radebeul
Donnerstag, den 09.04.2026
18 Studierende der Klasse Judith Hopf der Hochschule für Bildende Künste Dresden stellen unter dem Titel „oh you love me, … you love me not“ gemeinsam in der Radebeuler Stadtgalerie, Altkötzschenbroda 21 aus.
Am Freitag, den 10. April 2026 findet um 19.00 Uhr die Vernissage statt, bei der auch die Professorin Judith Hopf und Studierende ihrer Klasse zu Wort kommen.
Die Ausstellung ist bis zum 17. Mai 2026 in der Stadtgalerie während der Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr und Sonntag von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr (feiertags geschlossen) zu sehen.
Die Studierenden haben sich zu Ihrer Ausstellung geäußert:
Die gezeigten Arbeiten entfalten ein vielstimmiges Gefüge, das sich in unterschiedlichsten Ansätzen mit Anfängen und Zeitlichkeit auseinandersetzt. Dabei rücken einerseits gegenwärtige Phänomene aus Internet und Popkultur in den Fokus – Bildwelten, die nebst eingeübten Blicken und einem popkulturell geformten Verständnis von Schönheit unsere Sehgewohnheiten prägen. Andererseits verweisen die Arbeiten auf frühe, teils bruchstückhafte Erinnerungen – auf Momente, die sich der linearen Erzählung entziehen und eher als Gefühl denn als klare Bilder bestehen bleiben, insbesondere dann, wenn sie als subjektives Erinnerungsarchiv angelegt werden. Zwischen Persönlichem und Kollektivem öffnen sich Zwischenräume: Welche Rolle spielt das Erinnern, das Archivieren, das Übersetzen, das Für-sich-zugänglich-Machen? Und welches Interesse stellen andere Entitäten an diese Erinnerungsstücke? Aus diesen Fragen heraus entstehen Arbeiten, die neben individuellen Sehnsüchten ein feines Gespür für Vergänglichkeit, Verletzlichkeit und Zartheit offenbaren und einhergehende Problematiken mit abwägen. Sie verhandeln das Flüchtige nicht als Mangel, sondern als Zustand – als etwas, das sich gerade im Verschwinden formt. Das Auf-der-Stelle-Treten durchzieht die Ausstellung als wiederkehrendes Motiv: als Beschreibung unbeeinflussbarer Zyklen und Wiederholungen, zwischen Festhalten und Loslassen. In diesem Spannungsfeld entfaltet sich eine Praxis, die weniger Antworten gibt als vielmehr Räume öffnet – für Wahrnehmung, für Erinnerung und für das leise Dazwischen. Das bekannte Liebesorakel, namensgebend für die Ausstellung, spiegelt in vielerlei Hinsicht eben jene thematischen Überlegungen wider.
