Der Götterbaum – invasive Gefahr für unsere Landschaft
Montag, den 31.08.2026
Der Götterbaum (Ailanthus altissima) hat derzeit Hochsaison. Er wächst schnell, bildet zahlreiche neue Triebe und breitet sich zunehmend aus. Man sieht ihn inzwischen fast überall – an Straßenrändern, auf Brachflächen, in Wäldern, Weinbergen und auch in Gärten.
Als invasive Art stellt der Götterbaum eine Konkurrenz für heimische Pflanzen dar und bietet heimischen Tieren nur wenige Nahrungsquellen sowie geeignete Nist- und Brutstätten. Besonders in unseren Weinbaugebieten ist er problematisch: Seine kräftigen Wurzeln und Wurzelausläufer können historische Weinbergmauern schädigen und dadurch kostenintensive Sanierungsarbeiten verursachen.
Frühzeitig handeln
Eine einfache Fällung reicht häufig nicht aus, da der Götterbaum aus dem Wurzelsystem wieder austreiben kann. Bei größeren Bäumen kann deshalb eine vollständige Fräsung des Wurzelstocks bzw. des Wurzelraums erforderlich sein. Wurzelausläufer sowie Blüten- und Samenstände sollten entfernt und fachgerecht entsorgt werden. Die betroffenen Flächen sind anschließend regelmäßig auf neuen Austrieb zu kontrollieren.
Je früher der Götterbaum erkannt und fachgerecht bekämpft wird, desto besser lässt sich seine weitere Ausbreitung verhindern.
Biologische Bekämpfung mit Ailantex
Für die Bekämpfung des Götterbaums wurde in Deutschland für den Zeitraum vom 15. Juni 2026 bis zum 12. Oktober 2026 eine befristete Notfallzulassung für das Pflanzenschutzmittel Ailantex erteilt. Als Wirkstoff kommt der Pilz Verticillium nonalfalfae zum Einsatz. Ailantex ist kein frei einsetzbares Mittel. Die Anwendung ist nur innerhalb der zugelassenen Anwendungsbereiche und unter Beachtung der geltenden gesetzlichen Vorgaben und Anwendungsbestimmungen zulässig.
Weitere Informationen zum Götterbaum und seiner Bekämpfung finden Sie beim NABU unter: https://nabu-seeheim.de/dienst-an-der-natur-goetterbaum-bekaempfung/.
Helfen Sie mit, unsere heimische Artenvielfalt und die wertvolle Kulturlandschaft zu schützen: Götterbäume frühzeitig erkennen und fachgerecht bekämpfen.
