Gemeinsame Zwischenlösung für das „Weiße Haus“ gefunden
Dienstag, den 27.01.2026
In der jüngsten Diskussion um das Jugendzentrum „Weißes Haus“ hat die Stadtverwaltung nun gemeinsam mit den Betreibern eine für alle Seiten tragbare Lösung erarbeitet. Dabei stand das Ziel im Vordergrund, das gute Miteinander aller Beteiligten zu wahren, indem den berechtigten Anliegen der Anwohnerinnen und Anwohner nach Ruhe Rechnung getragen wird.
Das „Weiße Haus“ ist und bleibt ein unverzichtbarer Ort für die Jugend in Radebeul Die Stadtverwaltung Radebeul steht als Trägerin seit jeher zu dieser Einrichtung. In der jetzigen Situation, die konkrete nächtliche Lärmbelästigungen betraf, handelte die Verwaltung in ihrer rechtlichen Rolle als Ortspolizeibehörde. In dieser Funktion muss sie unparteiisch die gesetzlichen Vorgaben umsetzen und gleichermaßen die Interessen aller Beteiligten – der Jugend und der Nachbarschaft – fair abwägen.
Ein harmonisches Nebeneinander von Wohnen und lebendigem Jugendtreffpunkt erfordert immer Rücksichtnahme und Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten. Die wiederholten nächtlichen Lärmereignisse der vergangenen Zeit haben jedoch die Grenzen des Zumutbaren überschritten und die Nachbarschaft belastet.
Im konstruktiven Dialog zwischen der JuCo Coswig und der Stadtverwaltung ist nun einvernehmlich eine pragmatische und vernünftige Übergangslösung gefunden worden: Vorerst bis zum 30.04.2026, längstens bis zur Errichtung einer bereits geplanten effektiven Lärmschutzwand, wird es im „Weißen Haus“ nach 22.00 Uhr keine neuen Untervermietungen der Räumlichkeiten an externe Dritte geben. Auf diese Weise werden zusätzliche Lärmquellen in der sensiblen Nachtzeit vermieden. Bereits vereinbarte und gebuchte Termine werden davon nicht betroffen sein und können wie geplant stattfinden. Diese Veranstaltungen werden noch stärker als bisher durch die JuCo Coswig begleitet, um Lärmereignisse zu vermeiden.
Alle Beteiligten sind sich einig, dass mit dieser einvernehmlichen Regelung ein wichtiger Schritt getan ist, um den Frieden in der Nachbarschaft zu bewahren und die Zukunft des Jugendzentrums als lebendigen, aber rücksichtsvollen Ort zu sichern.
Die Stadt bedankt sich bei allen Beteiligten für die Gesprächsbereitschaft und das entgegengebrachte Verständnis.
