6. Kammerkonzert
Ein Streifzug durch Dresdens musikalisches Erbe von Westhoff bis Rolla. Alfia Bakieva · Violine, Alexander Janiczek · Violine
Seit dem 17. Jahrhundert zog Dresden als pulsierendes Musikzentrum auch solche Komponisten und Interpreten an, die die Tradition des Violinduos prägten – sowohl als Kammermusik wie als virtuoses Schaustück. Ein früher Meister war Johann Paul von Westhoff (1656–1705), Hofmusiker unter Kurfürst Johann Georg II., der als einer der ersten unbegleitete Violinmusik komponierte und damit auch Bach beeinflusste. Eine weitere Schlüsselfigur wurde Johann Georg Pisendel (1687–1755), Konzertmeister der Dresdner Hofkapelle und einer der größten deutschen Violinisten. Als Verehrer Vivaldis erweiterte er die technischen Möglichkeiten des Instruments und spielte eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung des italienischen und französischen Stils in Dresden. Zur Hochzeit des Kurprinzen Friedrich August mit Erzherzogin Maria Josepha von Österreich 1719 widmete Georg Philipp Telemann (1681–1767) Pisendel ein Violinkonzert.
Die Tradition des Violinduos setzten im 19. Jahrhundert u.a.Alessandro und Antonio Rolla fort, Vater und Sohn, jener ein Lehrer Paganinis und dieser ab 1823 Konzertmeister der Königlichen Kapelle in Dresden. Paganini selbst trat 1829 hier auf, begeisterte das Publikum und beeinflusste Komponisten wie Louis Spohr. Spohr, Geiger, Komponist und Dirigent, wurde zu einem Meister des Violinduos, wobei er klassische Raffinesse mit romantischer Expressivität verband. Seine Werke, zusammen mit denen von Westhoff, Pisendel, Telemann, Rolla und Paganini, präsentieren Alfia Bakieva und Alexander Janiczek als intime und doch kraftvolle musikalische Dialoge voll Harmonie und Leidenschaft.
Die tatarische Geigerin Alfia Bakieva, die mehrere Preise bei internationalen Wettbewerben gewann und in Salzburg lebt, spielt eine Geige von Francesco Rugeri (Cremona, 1680), eine Leihgabe der Jumpstart Jr. Foundation. Alexander Janiczek, Konzertmeister des Dresdner Festspielorchesters und des Orchesters des 18. Jahrhunderts Amsterdam, ist Professor für Violine in Trossingen. Er spielt auf einer Leihgabe der österreichischen Nationalbank, der »ex Sorkin« Guarneri del Gesu (1731).
Preise:
Einzelkarten im Vorverkauf 22,00 €,
am Veranstaltungstag ab 15 Uhr 24,00 € und Schüler, Azubis und Studenten 11,00 €
Im Preis enthalten ist die Möglichkeit zum Besuch des Sächsischen Weinbaumuseums am Konzerttag sowie ein Glas Sekt der Hoflößnitz oder wahlweise ein alkoholfreies Getränk, das ab 1 Stunde vor dem Konzert ausgeschenkt wird. Alle Preise inkl. 7 % MwSt.
Der Einlass erfolgt ab 30 min vor Konzertbeginn
Kalendereintrag
Zur Website
Termine:
Veranstaltungsort:
Knohllweg 37
01445 Radebeul
Veranstalter:
Weingut Hoflößnitz
Knohllweg 37
01445 Radebeul
0351 839 83 41