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Abgeschlossene Öffentlichkeitsbeteiligung

 


Öffentlichkeitsbeteiligung vom 01.07. bis 31.07.2014

Ausbau Meißner Straße im Abschnitt zwischen Eduard-Bilz-Straße und Schillerstraße


Visualisierung_Standpunkt_3Visualisierung_Standpunkt_1


Die Stadtverwaltung Radebeul hat eine Planung zum Ausbau der Meißner Straße im Abschnitt zwischen Eduard-Bilz-Straße und Schillerstraße erarbeiten lassen. Die Meißner Straße ist in diesem Abschnitt durch mehrere bauliche Defizite geprägt und bedarf eines grundhaften Ausbaus. Fahrbahn und Gehwege aber auch Schienen und die Fahrleitung der Straßenbahn sind verschlissen und müssen erneuert werden. Die im geplanten Ausbauabschnitt gelegenen Straßenbahnhaltestellen Hauptstraße und Zinzendorfstraße sind nicht barrierefrei.


Es wurden 4 Varianten mit unterschiedlichen Straßenquerschnitten und Haltestellenformen untersucht. Die Verwaltung wurde mit Beschluss SEA 11/14-09/14 vom 06.05.2014 beauftragt, die Planung der Varianten 1 und 2 der Öffentlichkeit im Vorfeld des Baubeschlusses zu präsentieren. Die Varianten 3 und 4 werden auf Grund geringer Effekte auf die Verbesserung des Verkehrsablaufs bzw. sehr großer Eingriffe in angrenzende Grundstücke im Vergleich zu den Varianten 1 und 2 nicht weiter verfolgt.


Die Varianten 1 und 2 wurden im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung vom 01.07. bis 31.07.2014 vorgestellt. Informationen zur Planung konnten in zwei Schaukästen im Planungsabschnitt an der Meißner Straße (Standort Hauptstraße in Höhe Gebäude "Vier Jahreszeiten" und Standort Zinzendorfstraße vor der Gaststätte "Zu den Linden") und im Foyer des Technischen Rathauses (Öffnungszeiten Mo+Fr 9-12 Uhr, Di+Do 9-12 u. 13-18 Uhr) eingesehen werden.


Bild5Zusätzlich zu den Schaukästen wurden an drei exponierten Stellen die geplanten Außengrenzen der Straße der Varianten 1 und 2 in der Örtlichkeit dargestellt. Mit dieser Installation vor Ort wurden die Auswirkungen der beiden Ausbauvarianten im Bereich angrenzender Privatgrundstücke bzw. des Gehweges verdeutlicht.









Übersicht Standorte Installation (2.4 MB)

 

Die bei der Stadt eingegangenen Stellungnahmen werden ausgewertet und mit einer Stellungname der Verwaltung dem Stadtentwicklungsausschuss zur Vorberatung und dem Stadtrat zur abschließenden Entscheidung vorgelegt.


Die zum aktuellen Stand zwischen der Stadt Radebeul und den Dresdner Verkehrsbetrieben abgestimmte Realisierung der Straßenbaumaßnahme ist, vorbehaltlich der Beschlussfassung in den politischen Gremien und der Bereitstellung der erforderlichen finanziellen Mittel, für das Jahr 2016 vorgesehen.


Für Ihr Interesse und aktive Mitwirkung bedanken wir uns.


Erläuterung der Planung

Ausbau Meißner Straße im Abschnitt zwischen Eduard-Bilz-Straße und Schillerstraße

Die Straße soll in einem Abschnitt von 765 m grundhaft ausgebaut werden. Neben der baulichen Erneuerung der Fahrbahn und angrenzender Seitenbereiche für Radfahrer und Fußgänger sowie der Anlagen der Straßenbahn mit dem barrierefreien Ausbau der Haltestellen besteht das wichtige Ziel, die Leistungsfähigkeit der Verkehrsanlage für den motorisierten Verkehr (Kfz/MIV) und den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in der Funktion als Staatsstraße zu ertüchtigen. Neben der Beachtung der Belange aller Verkehrsteilnehmer bestand eine weitere wesentliche Voraussetzung für die Planung in der Berücksichtigung der besonderen städtebaulichen Situation im Umfeld des östlichen Stadtzentrums mit einer Konzentration von Läden und Einrichtungen sowie einem hohen Fußgänger- und Radfahreraufkommen.

Die Straßenbahnhaltestellen werden barrierefrei ausgebaut und zur Verbesserung der Fahrgastsicherheit standardmäßig mit einer Haltelichtsignalanlage ausgestattet, sodass bei einer einfahrenden Straßenbahn nachfolgende Kfz vor der Haltestelle kurzzeitig warten müssen und somit den Fahrgästen Sicherheit beim Ein- und Ausstieg gewährleistet wird. Die beste-henden signalisierten Querungsmöglichkeiten für Fußgänger an den Kreuzungen Hauptstraße und August-Bebel-Straße/Zinzendorfstraße bleiben grundsätzlich bestehen. Eine geringfügige Verschiebung ist in den untersuchten Varianten dargestellt.

Die Einordnung von Straßenbäumen im Gehweg wird unter Berücksichtigung vorhandener und geplanter Medienanlagen im weiteren Planverfahren geprüft.


Variante 1 - Fahrbahnverbreiterung mit separater Fahrspur (inkl. Radschutzstreifen)

                     neben dem Gleisbereich

Ziel der Variante 1 ist ein Ausbau des Straßenabschnittes mit einer separaten Fahrspur je Fahrtrichtung neben dem Gleiskörper verbunden mit erheblichen Eingriffen in angrenzende Privatgrundstücke. Die äußere Fahrbahn beinhaltet einen 1,50m breiten markierten Rad-schutzstreifen. An die Fahrbahn schließen sich beidseitig Gehwege mit einer Breite von min-destens 2,5m an. Eine Vorbeifahrt von Kfz neben einer Straßenbahn ist grundsätzlich möglich. Im Fall parallelfahrender Radfahrer kann auf Grund fehlender Sicherheitsabstände zur Straßenbahn nicht überholt werden. In diesem Fall muss der Kfz-Verkehr hinter dem Radverkehr bleiben. Eingriffe in Privatgrundstücke bzw. Veränderungen des öffentlichen Straßenraumes treten im gesamten Verlauf des Ausbauabschnitts durch das Heranrücken der Straße an die bestehende Bebauung und die Fällung von straßenbegleitenden Bäumen auf.

Als Haltestellenform ist für beide Haltestellen eine angehobene Fahrbahn geplant. Dadurch ist eine geradlinige Führung der Kfz-Fahrspur im Haltestellenbereich möglich. Die südliche Haltestelle Hauptstraße wird östlich der Hauptstraße neu angeordnet. Dadurch entsteht eine kürzere Fußwegverbindung zur ampelgeregelten Querungsstelle östlich der Hauptstraße. Radverkehr wird im Haltestellenbereich auf der angehobenen Fahrbahn auf einem Radschutzstreifen geführt.

Die Verbreiterung der Fahrbahn bedingt im Abschnitt zwischen Hauptstraße und Eduard-Bilz-Straße den Wegfall von straßenbegleitenden Parkplätzen entlang der nördlich angrenzenden Einzelhandelsnutzung.


Variante 1 - Lageplan 1 (1.4 MB)

Variante 1 - Lageplan 2 (2.3 MB)


Vorzugsvariante 2 - Bestandsnaher Ausbau mit einer Fahrspur im Gleisbereich
                                    und Radschutzstreifen

Ziel der Variante 2 ist ein bestandsnaher Ausbau des Straßenabschnitts mit geringen Eingriffen in Privatgrundstücke. Je Fahrtrichtung auf der Meißner Straße steht eine Fahrspur für Kfz zur Verfügung, die den Gleisbereich der Straßenbahn einschließt und von Kfz und der Stra-ßenbahn benutzt wird. Eine Vorbeifahrt von Kfz neben einer Straßenbahn ist im Regelfall nicht möglich. Die Fahrbahn beinhaltet einen 1,50m breiten markierten Radschutzstreifen. Die Mitbenutzung des Radschutzstreifens im Bedarfsfall ermöglicht eine Vorbeifahrt von Kfz neben der Straßenbahn (Havarie) bzw. bei haltenden Kfz (z.B. Müllabfuhr, Post) eine unge-hinderte Vorbeifahrt der Straßenbahn. An die Fahrbahn schließen sich beidseitig Gehwege mit einer Breite von mindestens 2,5m an. Ein punktueller Eingriff in Privatgrundstücke ist nur im Bereich der nördlichen Straßenbahnhaltestelle Zinzendorfstraße aufgrund der barrierefreien Ausbildung erforderlich.

Als Haltestellenform ist für beide Haltestellen eine Radkap-Haltestelle geplant (wie im Abschnitt Meißner Straße zw. Gradsteg und Borstraße gebaut). Die südliche Haltestelle Haupt-straße wird nach Osten verschoben und in Höhe des Gebäudes "Vier Jahreszeiten" (Meißner Straße Nr. 79) neu eingeordnet. Dadurch entsteht eine kürzere Fußwegverbindung zur ampelgeregelten Querungsstelle. Radverkehr wird im Haltestellenbereich auf einer Radspur durch die Haltestelle geführt.


Variante 2 - Lageplan 1 (1.3 MB)

Variante 2 - Lageplan 2 (2.4 MB)


Ergebnisse der verkehrstechnischen Untersuchung und der Simulation des Verkehrsablaufs

Zur genaueren Beurteilung der Varianten 1 und 2 wurden eine verkehrstechnische Untersuchung und eine Simulation des Verkehrsablaufs durchgeführt. Die Varianten wurden auf die Leistungsfähigkeit der Verkehrsanlagen und des Verkehrsablaufs untersucht. Im Ergebnis sind grundsätzlich beide Varianten aus Sicht der Straßenbahn gleichwertig. Für den Kraftverkehr zeigt die Variante 2 leichte Vorteile für den Verkehrsablauf, indem höhere Reisegeschwindigkeiten erreicht werden. Das ist damit zu erklären, dass die Straßenbahn im Mischverkehr mit dem Kfz-Verkehr den Verkehrsablauf durch verlängerte Freigabezeiten der Ampelanlagen positiv beeinflusst. Dadurch kann der Kfz-Verkehr in den Kreuzungsbereichen besser abfließen.

Durch den Straßenausbau werden die derzeitigen zustandsbedingten Langsamfahrstellen beseitigt. Die Straßenbahn würde mit der zulässigen Geschwindigkeit von 50 km/h fahren. Damit hat der Kfz-Verkehr keinen Grund mehr zum Überholen und somit in Variante 2 keinen Nachteil gegenüber Variante 1. Bei der Variante 1 bleibt nur die Möglichkeit zum Überholen durch den Fahrstreifen neben der Gleisanlage, dieser verleitet jedoch den Kfz-Verkehr zu überhöhten Geschwindigkeiten während des Überholvorganges. Das führt zu großen Defiziten an der Verkehrssicherheit schwächerer Verkehrsteilnehmer (Fußgänger und Radfahrer).

Im Endergebnis bestätigt die verkehrstechnische Untersuchung, dass die separate Fahrspur neben dem Gleisbereich in der Variante 1 keine verkehrliche Verbesserung gegenüber der Variante 2 bewirkt. Variante 2 zeichnet sich durch städtebauliche Vorteile mit dem geringsten Flächenverbrauch/ Grunderwerb sowie Vorteile aus der Sicht der Umwelt mit dem geringsten Eingriff im Baumbestand und geringster Neuversiegelung sowie durch wirtschaftliche Aspekte bezüglich der geringeren Investitionskosten aus.


Presseartikel Dresdner Neueste Nachrichten vom 08.05.2014 (277 KB)

Presseartikel Sächsischen Zeitung vom 08.05.2014 (98 KB)



Ansprechpartner:


Dipl.-Ing. Marcus Hesse
Stadtplanungs- und Bauaufsichtsamt
Sachgebiet Stadtplanung

Große Kreisstadt Radebeul
Pestalozzistraße 6
01445 Radebeul

Tel.: +49 (0) 351 8311952
Fax.: +49 (0) 351 8311950
Mail: planung@radebeul.de


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