
1. November bis 31. März
Di bis Fr 12 - 16 Uhr
Sa/So/Feiertags 11-17 Uhr
1. April bis 31. Oktober
Di bis So 10 - 17 Uhr
täglich 14 Uhr Führung
Das Museum ist auch an Feiertagen geöffnet.
Seit dem Erwerb von Weinbergen im oberen Elbtal durch die Wettiner im Jahre 1401 ist das Weingut Hoflössnitz unter diesem Namen bekannt.

Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen entschloss sich nach Beendigung des 30jährigen Krieges zum Bau des Berg- und Lusthauses in dem schon bestehenden Wirtschaftshof. Die Innenausstattung wurde in der Regierungszeit seines Sohnes, Johann Georg II., fertiggestellt. Die Weingutanlage diente den sächsischen Kurfürsten und Königen unter anderem zur Veranstaltung von Festlichkeiten zu Beginn der Weinlese oder im Zusammenhang mit einer Jagd.

Die fünf Räume des Ober- geschosses sind mit Wand- und Deckengemälden ausgestattet. Im Festsaal zeigen sie personifizierte Darstellungen der Tugenden, die einen guten Regenten auszeichnen sollen, ergänzt von Wappen und allegorischen Darstellungen, die die Stellung der sächsischen Kurfürsten im Reich hervorheben.
Eine Besonderheit ist die Gestaltung der Decke des Saales: Zwischen den Balken befinden sich 80 Darstellungen brasilianischer Vögel, geschaffen von dem holländischen Maler Albert Eyckhout nach seinem mehrjährigen Aufenthalt in Brasilien. Die reiche Ausstattung setzt sich in den westlich und östlich anschließenden kurfürstlichen Privaträumen fort.

Die ständige Ausstellung "Vom Weinbau im Elbtal" in den Erdgeschossräumen möchte, in Verbindung mit einem anschließenden Gang durch die Weinberge und der Verkostung von im Elbtal gekelterten Trauben, die Geschichte des Weinanbaus in dieser Region lebendig erlebbar machen. Die große Weinpresse und die Weinfässer im Freien werden ergänzt durch die Freiflächen- ausstellung "Carl Pfeiffer" und dem Teil "Historische Kellerwirtschaft".
Für kulturelle Veranstaltungen im kleineren Rahmen bietet der Festsaal die besondere Atmosphäre. Hervorgehoben sei die Reihe "Kammermusik in der Hoflössnitz". In Harmonie von räumlicher Gegebenheit und künstlerischer Auswahl der Musikwerke begegnen sich hier Künstler und Gäste.