| Jahr | Ereignis | |
|---|---|---|
| um 2000 v. Chr. | Aus der Jungsteinzeit gibt es im Gebiet der Lößnitz erste Siedlungsspuren. | |
| um 600 n. Chr. | Slawische Sorben besiedeln die Lößnitz. | |
| 929 | Errichtung der Burg Meißen als Hauptstützpunkt der deutschen Ostexpansion und Christianisierung. | |
| 12. Jh. | Deutsche Kolonisten werden im Elbtal angesetzt, neue Dörfer entstehen, z. T. anstelle sorbischer Siedlungen | |
| 1144 | Erste urkundliche Erwähnung von Naundorf. | |
| 1226 | Erste Erwähnung Kötzschenbrodas. | |
| 1271 | Bei Kötzschenbroda wird bereits Weinbau betrieben. | |
| 1273 | In Kötzschenbroda gibt es eine Kirche. | |
| 1286 | Die Landschaftsbezeichnung Lößnitz ist in unserem Gebiet erstmals schriftlich bezeugt. | |
| 1287 | Erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Lindenau. | |
| 1315 | Erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Serkowitz. | |
| 1337 | In Serkowitz besteht ein Gasthof. | |
| 1349 | Erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Radebeul. In Naundorf besteht ein Gasthof. | |
| 1350 | Erste urkundliche Erwähnung von Wahnsdorf. | |
| 1366 | Erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Zitzschewig. | |
| 1401 | Die Wettiner erwerben Weinbergsbesitz in der Lößnitz. | |
| 1429 | Im September werden die Lößnitzdörfer von den Hussiten verwüstet. | |
| 1463 | Kötzschenbroda erwirbt von Kurfürst Friedrich dem Sanftmütigen vier wüste Hufen Land im südlichen Friedewald nahe Lindenau ("Lindenauer Büsche"), daraus entwickelt sich später Kötzschenbroda- Oberort. | |
| 1486 | In Kötzschenbroda existiert eine Schmiede, der erste nachgewiesene Handwerks-betrieb in der Lößnitz. | |
| 1497 | Die nach dem mutmaßlichen Schreiber, Johann Thanneberg, sog. "Thanneberger Rügen" für Kötzschenbroda werden schriftlich niedergelegt. Sie stellen die älteste überlieferte Dorfordnung der Lößnitz dar. | |
| 1525 | In Zitzschewig gibt es einen Gasthof. | |
| 1547 | Während des Schmalkaldischen Krieges wird Kötzschenbroda durch die Truppen des ernestinischen Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen geplündert. | |
| 1555 | Erste Erwähnung des Dorfes Fürstenhain, das nach 1540 auf einem Teil des aufgelösten Kötzschenbrodaer Vorwerks entstanden war. | |
| 1598 | Ein Großbrand am 1.7. vernichtet in Kötzschenbroda 70 Gehöfte samt Viehställen und Scheunen sowie Pfarrhaus, Schule, Schreiberei und Badstuben. Im Kirchturm schmelzen die Glocken. | |
| 1618 - 1648 | Dreißigjähriger Krieg. | |
| 1626 | Schweres Pestjahr. | |
| 1627 | Bei einem Großbrand in Radebeul brennen am 25.3. bis auf eine Scheune alle Gebäude ab. | |
| 1632/33 | Schwere Pestjahre. | |
| 1634 | In der Elbe bei Kötzschenbroda wird ein Seehund gefangen. | |
| 1637 | Am 14.3. wird Kötzschenbroda von schwedischen Truppen völlig niedergebrannt. | |
| 1639 | Erste Erwähnung des Lindenauer Gasthofes. | |
| 1645 | Am 27.8. wird im Pfarrhaus Kötzschenbroda der Waffenstillstandsvertrag zwischen Kursachsen und Schweden im Dreißigjährigen Krieg unterzeichnet. | |
| 1648 - 1650 | Im Auftrag von Kurfürst Johann Georg I. wird das Herrenhaus Hoflößnitz errichtet. | |
| 1652 | Erste Erwähnung des Gasthofes zu Wahnsdorf. | |
| 1655 | Ein durch plötzliches Tauwetter verursachtes Elbhochwasser (6./8.2.) steigt bis über die Kötzschenbrodaer Kirchhofsmauer. | |
| 1672 | Ein in der Niederschenke ausgebrochenes Feuer vernichtet am 27.4. in Kötzschenbroda 55 Höfe. Ein durch Blitzschlag verursachter Brand vernichtet am 27.6. in Serkowitz 16 Anwesen. | |
| 1679/80 | Schwere Pestjahre. | |
| 1687 | Kurfürst Johann Georg III. gestattet Kötzschenbroda die Abhaltung eines zweiten Jahrmarkts und zweier Viehmärkte. | |
| 1724 | Am 22.1. vernichtet ein Großbrand in Kötzschenbroda 48 Wohnhäuser. | |
| 1727 - 1729 | Errichtung des barocken Landsitzes Wackerbarths Ruhe auf Naundorfer Flur. | |
| 1747 | Die gesamte Winterseite von Kötzschenbroda mit 35 Höfen wird am 14.3. durch einen Brand zerstört. | |
| 1748 | Ein Schadenfeuer in Naundorf vernichtet am 14.5. in drei Stunden fast die Hälfte des Dorfes. | |
| 1756 - 1763 | Siebenjähriger Krieg. | |
| 1760 | Am 11.6. überschreitet das preußische Heer unter König Friedrich II. vor der Belagerung Dresdens bei Serkowitz die Elbe. | |
| 1772 | Ein Brand zerstört am 29.1. elf Gehöfte in Naundorf. | |
| 1774 | Bei einem in der Niederschenke ausgebrochenen Feuer werden am 29.3. in Kötzschenbroda 30 Gebäude zerstört. | |
| 1782 | Das Dorf Radebeul brennt total nieder. | |
| 1775 | Erste Nachricht vom Kartoffelanbau in der Lößnitz. | |
| 1783 | Bau des ersten Naundorfer Schulhauses. | |
| 1784 | Ein durch Blitzschlag entstandener Brand vernichtet in Naundorf 15 Gehöfte. Am 18.10. verhindern zwei Bäuerinnen auf der unterspülten Meißner Poststraße bei Serkowitz einen Unfall der Kutsche von Kurfürst Friedrich August III. | |
| 1785 - 1789 | Bau des Elbdammes zwischen Serkowitz und Kötzschenbroda, 1792/94 bis nach Naundorf verlängert. | |
| 1788 | Am 5.4. wird der 1784 begonnene Ausbau der neuen Chaussee von Pieschen durch die Lößnitz nach Meißen (Meißner Str.) fertiggestellt. | |
| 1789 | Bau des Gasthofes "Weißes Roß". | |
| 1790 | Der größte Brand in der Geschichte von Zitzschewig vernichtet am 15.5. den größten Teil des alten Dorfkerns. | |
| 1805 | Ein Feuer zerstört am 31.5. in Kötzschenbroda und Fürstenhain 58 Wohnhäuser und 32 Scheunen. | |
| 1822 | Dem größten Dorfbrand in der Naundorfer Geschichte am 29.7. fallen 35 Gehöfte zum Opfer. An dieses Ereignis knüpft sich später die Sage vom Feuerreiter. | |
| 1826 | Gründung der Apotheke zu Kötzschenbroda. | |
| 1828 | Mit der "Laspe'schen Tonpfeifenfabrik" siedelt sich ein erster kleiner Industriebetrieb in Kötzschenbroda an. | |
| 1832 | Die Weinbergsbesitzer der oberen und niederen Lößnitz schließen sich jeweils zu Weinbergsvereinen zusammen, um die durch die stetige Bevölkerungszunahme erforderliche Regelung der Armenfürsorge zu gewährleisten. | |
| 1834 | Wilhelm Ziegner veranstaltet in Kötzschenbroda ein Vogelschießen, wegen der großen Resonanz entwickelt sich aus dessen jährlicher Wiederholung die Tradition der Kötzschenbrodaer Vogelwiese. | |
| 1836 | Am 19.8. wird der Schulbezirk Niederlößnitz-Lindenau gebildet. In Niederlößnitz entsteht die "Fabrik moussierender Weine", später Sektkellerei Bussard. | |
| 1837 | Am 3.10. legt erstmals ein Dampfschiff in Kötzschenbroda an. | |
| 1838 | Am 2.1. wird das erste Niederlößnitzer Schulhaus eingeweiht. Das Teilstück der neuen Leipzig- Dresdner Eisenbahn von Dresden bis zum Haltepunkt Weintraube wird am 19.7. in Betrieb genommen. Die Gesamtstrecke wird am 9.4.1839 fertiggestellt. | |
| 1839 | Neuordnung der Verwaltungsstruktur. In Umsetzung der sächsischen Landgemeindeordnung von 1838 werden die Gemeinden Oberlößnitz und Niederlößnitz gebildet. Auch in den anderen Lößnitzdörfern werden erste Gemeinderäte und -vorstände gewählt. Fürstenhain und Kötzschenbroda bilden einen Gemeindeverband im Hinblick auf die Armenversorgung. |