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Friedrich Eduard Bilz

Friedrich Eduard Bilz

Bilz, Friedrich Eduard, Naturheilkundler, * 12.6.1842 Arnsdorf, † 30.1.1922 Radebeul (Grab: Frh. Rbl.-Ost).
Nach Weberlehre und Wanderschaft arbeitete B. seit 1860 als Weber in Meerane, machte sich 1868 selbständig und führte später erfolgreich einen Kolonialwarenladen, den seine Frau Marie Auguste, geb. Kreil (1848-1907), in die 1868 geschlossene Ehe eingebracht hatte.

1872 wurde er Mitglied des neugegründeten "Vereins für Gesundheitspflege und Naturheilkunde" und widmete sich seitdem verstärkt autodidaktischen Studien zur Naturheilkunde und gesunden Lebensweise, die er als Vorarbeiten zu einem medizinischen Nachschlagewerk für Jedermann betrachtete.

1882 erschien sein erstes Buch (Das menschliche Lebensglück. Ein Wegweiser zu Gesundheit und Wohlstand durch die Rückkehr zur Natur), mit dessen überarbeiteter und erweiterter Fassung er ab 1888 Vermögen und Anerkennung erwarb.

1889 übersiedelte die Familie nach Dresden, und 1890 kaufte B. das Villengrundstück Strakenweg 86 in Oberlößnitz (heute E.-Bilz-Str. 53), wo er 1892 ein naturheilkundliches Sanatorium eröffnete. Auch das 1905 von ihm gegründete Bilz-Bad diente der Verwirklichung seiner Idee, Krankheiten auf natürliche Weise durch Wasser, Luft und Licht zu heilen.

B. vervollkommnete seine Heilmethoden, schrieb weitere Bücher (u. a. Der Zukunftsstaat, 1904), gab Zeitschriften heraus (u. a. ab 1897 "Bilz' Gesundheitsrat") und kämpfte unermüdlich für die Durchsetzung und Anerkennung der Naturheilkunde.

Seit 1935 trägt eine Straße in Radebeul seinen Namen (bis 1945 die heutige August-Kaden-Str., ab 1945 der ehemalige Strakenweg), 2002 wurde auch ein Platz nach ihm benannt. Der Radebeuler Bilz-Bund widmet sich der Fortsetzung der Bilz'schenTradition.

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