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Der Sächsische Weinbau

Sachsen ist eines der kleinsten Weinanbaugebiete Deutschlands

Weinberge

Die Rebanbaufläche des Weinlandes Sachsen mit 450 ha macht nur 0,3% Anteil am deutschen Weinanbau aus. Sachsen ist eines der kleinsten Anbaugebiete. Zugleich ist es das nordöstlichste Europas. Alle Weinberge liegen hier nördlich des 51. Breitengrades.

In Sachsen sind die meisten Rebstöcke an Steilhängen gelegen und somit kann die Arbeit am Weinberg oft nur in aufwendiger Handarbeit erledigt werden. Der Terrassenweinbau hat hier 800 Jahre Tradition. Und es gibt eine außergewöhnliche Mischung: hochwertige, mineralische Böden; eine besondere Vielfalt an Rebsorten und ein fast kontinentales Klima, welches dem Winzer und der Rebe höchste Anstrengungen abverlangt.

Das Ergebnis ist ein Wein, der atemberaubend gut schmeckt.

Er ist das Produkt einer denkmalgeschützten Kulturlandschaft, die zu den schönsten Europas gehört und als Weinregion eine der dynamischsten ist. Das sächsische Anbaugebiet untergliedert sich in 17 Einzellagen. Darunter solche mit dem typischen Terrassenweinbau wie der Radebeuler "Goldene Wagen", der Königliche Weinberg in Pillnitz und der Meißner Kapitelberg.

Klima

Weinstöcke

Besondere klimatische Verhältnisse führen im Elbtal zu idealen Bedingungen für den Weinbau. Im Gebiet um das "Nizza Sachsens" herrscht ein mediterranes Mikroklima. So beginnt der Frühling hier eine Woche früher als im umliegenden Hochland. Dadurch wird eine frühe Weinblüte erreicht. Das zusammen mit einer ausgeglichenen Jahresniederschlagsmenge und einer überdurchschnittlichen Wärmesumme (Summe aller Tagesmitteltemperaturen während der gesamten Vegetation von Austrieb bis zum Blattfall), sowie Sonnenstunden über Durchschnitt (1.570 Stunden im Jahresdurchschnitt) ermöglichen dem Wein eine lange Reifezeit.
Nur die Fröste im Winter und vor allem im Frühjahr stellen ein spezielles Risiko für die Winzer dar. Besonders betroffen sind hier die Gebiete abseits der Elbe, da der Fluss wie eine natürliche Heizschlange wirkt. Der stete Wechsel des kontinentalen Klimas führt im Ergebnis zu extrakt- und facettenreichen Weinen.

Weine

dunkle Trauben

Traditionelle Sorten, die unter Kennern ein Begriff sind, liegen derzeit in Sachsens Weinbau im Trend. So konnte man in den letzten Jahren eine Zunahme bei den Burgundersorten verzeichnen.
Aber auch der Anbau von Rotweinen wie der Blaue Spätburgunder und der Dornfelder erfreut sich wachsender Beliebtheit. Vornehmlich werden trockene Weine gekeltert, wobei sich in den letzten Jahren auch feinherbe Weine mit einer dezenten Restsüße etabliert haben. Die im sächsischen Anbaugebiet wichtigste Rebe ist der Müller-Thurgau, gefolgt von Riesling und Weißburgunder.


pdf-dokument Die sächsichen Rebsorten



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