Am 3. März 2010 wäre die Malerin Gussy Hippold-Ahnert 100 Jahre alt geworden. 1910 in Berlin geboren, kam sie mit ihren Eltern 1912 nach Dresden. Bereits als Kind hielt sie ihre Eindrücke in Skizzenbüchern fest. Von 1929 bis1933 studierte sie an der Dresdner Kunstakademie. Angeregt durch ihren Lehrer Otto Dix, aber auch durch Paula Modersohn-Becker und andere Größen ihrer Zeit, schuf sie zu Beginn der 30-er Jahre ein bemerkenswertes Frühwerk von unverwechselbarer Prägung. Nicht zuletzt durch den Weggang ihres Lehrers Otto Dix von der Dresdner Akademie wurde das Jahr 1933 für Gussy Hippold zu einer künstlerischen Zäsur. Wenngleich ihr Spätwerk weniger spektakulär ist, stellt es die unermüdliche malerische Auseinandersetzung der Künstlerin mit der Lößnitzlandschaft und ihren Menschen dar.
Die Villa "Sorgenfrei" auf dem Augustusweg 48 wurde für sie und ihre Familie über Jahrzehnte zum Lebensmittelpunkt. Im Jahr1991 zog sie nach Dresden, wo sie am 7. Januar 2003 verstarb. Die Stadtgalerie Radebeul würdigt mit einer Gedenkausstellung Leben und Werk der Künstlerin. Aus sechs Jahrzenten werden Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Pastelle, Skizzenblätter und Radierungen von zahlreichen privaten Leihgebern sowie aus dem Bestand der Städtischen Kunstsammlung gezeigt.
Die Eröffnung findet am 12. März um 19.30 Uhr statt.
Einladung zur Ausstellungseröffnung