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Radebeuler Begegnungen am 22. August 2009

Dienstag, 18.08.2009

Zum vierten Male setzen sich Radebeuler in Bewegung, um Radebeuler kennen zu lernen. Bereits die erste "Begegnung" hatte gezeigt, dass sich die Bewohner der Lößnitzstadt füreinander interessieren und freudig beginnen, ihre Ursprungsgemeinden zu entdecken.

Nachdem die Wahnsdorfer im Jahre 2001 den Staffelstab von den Kötzschenbrodaern erhielten, wurde dieser über die Naundorfer an die Serkowitzer weitergereicht, welche ihn nunmehr an die Zitzschewiger übergeben. Gestartet wird, wo die letzte Begegnung endete. Treffpunkt ist der Dorfplatz in Altserkowitz, auf dem die Anwohner die Ankömmlinge schon erwarten und ihnen einen herzlichen Empfang bereiten. Nach einer kleinen Stärkung begeben sich die wissbegierigen Expeditionsteilnehmer auf den Weg. Unter fachkundiger Führung durch Hans-Georg Staudte folgen sie dem über- als auch unterirdischen Lauf des Lößnitzbaches bis zum "Weißen Roß", der ehemaligen Ausspanne an der Poststraße von Dresden nach Leipzig. Diesen historisch bedeutsamen Ort verlassend geht es weiter zum Mühlsteinbrunnen, der an die sieben Wassermühlen erinnern soll, welche einstmals die Kraft des Lößnitzbaches nutzten. Die Paradiesstraße querend fällt der Blick auf fünf farbenfrohe Kunstobjekte, die als Zeichen der Lebensfreude in den Himmel ragen. Wissenswertes über deren Schöpfer weiß die Radebeuler Stadtgaleristin Karin Gerhardt zu berichten. Vorbei führt der Weg an den "Landesbühnen Sachsen" und der Gaststätte "Goldene Weintraube". Bergan geht es nun bis zur Winzerstraße, deren Name bereits davon kündet, dass sich hier einige der ältesten Radebeuler Winzerhäuser befinden. Genannt seien u.a. Haus Fischer, Haus Clauß und Haus Möbius. Die Moritzburger Straße querend setzt sich die Winzerstraße fort. Als besonders markant hebt sich hier Haus Lotter hervor. Eine kurzer Aufenthalt ist lohnend, zumal der Hausherr persönlich durch das Anwesen führen wird. Danach findet die Wanderung unterhalb der Weinhänge ihre Fortsetzung. Vorbei geht es noch an einigen bemerkenswerten Winzerhäusern sowie am ehemaligen Niederlößnitzer Wasserwerk bis hin zum Haus Fliegenwedel. Auch hier wird der Hausherr persönlich durch das Anwesen führen. In Sichtweite befindet sich dann schon die nächste architektonische Kostbarkeit. Doch die Anlage von Schloß Wackerbarth wird schnell durchschritten, bietet sie doch für einen späteren Aufenthalt ein lohnendes Ausflugsziel.

Das weitläufige Areal verlassend befindet sich rechtsseitig der Mittleren Bergstraße das ehemalige Weingut Johannisberg. Nun sind es nur noch wenige Meter bis zur Zitzschewiger Flur.  Linksseitig, eine versteckte schmale Gasse nutzend, stößt die Exkursion unmittelbar auf die Johanneskappelle, der gemeinsamen Kirche für Naundorf und Zitzschewig. Auf dem dazugehörigen Friedhof ist so manche verdienstvolle Persönlichkeit beigesetzt. Erinnert werden soll besonders an die Vorsitzende des Naundorfer Dorf- und Schulvereins Isolde Klemmt, den Maler Paul Wilhelm, den Maler Erhard Fürchtegott Zwar, den Automobilbauer Emil Nacke und den Landwirtschaftsrat Carl Pfeiffer.

Auf dem Platz vor der Johanneskapelle, an der ehemaligen Gemeindegrenze (Bischofsweg/Kapellenweg), erwarten die Zitzschewiger Abgesandten ihre Gäste und begrüßen sie nach altem Brauch. Die Serkowitzer übergeben den Zitzschewigern den Staffelstab. Danach kredenzen Vertreter der Weinbaugemeinschaft Radebeul-Zitzschewig ein Gläschen Wein und erzählen dabei Wissenswertes über die alte Bischofspresse und die Arbeit des Winzers an den steilen Hängen der Lößnitzberge. Schließlich werden die Gäste nach Altzitzschewig geleitet. Bei Kaffee und Kuchen gibt es Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen. Ausgeruht und frisch gestärkt begibt sich die illustre Runde auf Erkundungstour durch den Ort. Alt- und Neuzitzschewiger werden auf Traditionen und Besonderheiten der ländlichen Ursprungsgemeinde eingehen. Zahlreiche Höfe öffnen erstmals ihre Tore. Ein Film und einige kleine Ausstellungen bieten reichlich Information.

Beim nächtlichen Lagerfeuer kann der abwechslungsreiche Tag inmitten der Zitzschewiger Dorfgemeinschaft fröhlich ausklingen.

Radebeuler Begegnungen am 22. August 2009 - Die Stationen im Überblick

  • 11.00 Uhr Treff Altserkowitz / Dorfplatz, Startimbiss
  • 11.30 Uhr Beginn der Expedition unter fachkundiger Leitung von Hans-Georg Staudte
  • 12.30 Uhr HP Weintraube (Meißner Straße)
  • 15.00 Uhr Naundorf / Zitzschewig, ehem. Gemeindegrenze (Kappellenweg/ Bischofsweg) auf dem Platz vor der Johanneskapelle Übergabe des Staffelstabes von den Serkowitzern an die Zitzschewiger, Empfang mit Brot und Salz
  • 16.00 Uhr Ankunft in Altzitzschewig, Kaffee und Kuchen, Dorfplatz
  • 16.30 Uhr Rundgang in Begleitung von Alt- und Neuzitzschewigern durch die geöffneten Höfe mit Ausstellungen und Filmvorführung
  • 18.00 Uhr geselliger Ausklang am abendlichem Lagerfeuer bis Open-End


Kommen und gehen ist jederzeit möglich! Schirmherrschaft: Oberbürgermeister Bert Wendsche


Kontakt: Stadtgalerie Radebeul, Karin Gerhardt Tel.: 0351/ 8311-600, -626

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