Einhundertdreizehn Jahre stand sie stolz und unübersehbar am Südende des Angers, 16 m hoch und mit einem Stammumfang von 3,19 m - die Bismarck-Eiche in Altnaundorf.
Ein alter Blitzschaden und ein Pilz, der Riesenporling, zersetzten ihr Holz bis tief in den Stamm und die Wurzeln, so dass der Baum leider keine Überlebenschance mehr hat.
Ab 2006, als der starke Pilzbefall offenkundig war, wurde noch versucht, dem Baum mit zusätzlichen Wasser- und Nährstoffgaben und mit einem aufwendigen Belüftungssystem zu helfen und die Lebenskraft zu stabilisieren. Obwohl es der Versuch wert war, waren die Erfolge leider nur kurzzeitig. Die Krone starb ab. Ein Gutachten belegt erschreckend eindeutig die drohende Gefährdung der Standsicherheit.
Am 01.04.2009 soll eine junge Eiche an diesem Standort gepflanzt werden.
Ebenso ist auch die Untersuchung der letzten von ursprünglich drei Trauer-Weiden und der Pyramiden-Pappel am Dorfteich niederschmetternd. Sowohl ihre Bruchsicherheit als auch ihre Standfestigkeit sind durch Pilze und Fäuleprozesse so stark bedroht, dass sie ersetzt werden müssen.
Sicher geht damit das jahrzehntelang vertraute Bild des Dorfangers auf Jahre verloren. Andererseits haben alle drei Bäume die Endphase ihres Lebens an diesem Standort erreicht.