Nach einem begeistert aufgenommenen Zusammenspiel der Musiker zu den Karl-May-Festtagen 2008, geben Sie sich die Ehre eines abendfüllenden Konzertes in Radebeul.
Günter Baby Sommer ist einer der bedeutendsten Vertreter des zeitgenössischen europäischen Jazz, welcher mit einem hoch individualisierten Schlaginstrumentarium zugleich eine unverwechselbare musikalische Sprache entwickelt hat.
Sommer wurde 1943 in Dresden geboren und studierte an der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber". Seine musikalischen Beiträge zu den wichtigsten Jazzgruppen der DDR wie dem Ernst-Ludwig-Petrowksy-Trio, dem Zentralquartett und der Ulrich Gumpert Workshopband ermöglichten Sommer den Einstieg in die internationale Szene. So arbeite Sommer nicht nur im Trio mit Wadada Leo Smith und Peter Kowald sondern traf mit so wichtigen Spielern wie Peter Brötzmann, Fred van Hove, Alexander von Schlippenbach, Evan Parker und Cecil Taylor zusammen. Sommers Solospiel sensibilisierte ihn für Kolloborationen mit Schriftstellern wie Günter Grass.
Sommers Diskografie umfasst mittlerweile über 90 Tonträger. Als Professor an der Musikhochschule in Dresden nimmt er Einfluss auf die professionelle Vermittlung des zeitgenössischen Jazz an die nachfolgenden Generationen.
Mohammad Reza Mortazavi wurde 1978 in Isfahan im Iran geboren. Seine Eltern, beide Musiker, ermöglichten ihm mit 6 Jahren Tombakunterricht zu nehmen. Er spürte schnell die Kraft der Musik und bereits mit 9 Jahren konnte ihm sein Lehrer nichts Neues mehr beibringen. Die kelchförmige Trommel bestimmte von nun an sein Leben, gleichaltrige Kinder weckten kaum sein Interesse. Die Musik fesselte ihn.
Mit 10 Jahren - wie alle darauf folgenden Jahre auch - gewann er erstmals den im Iran jährlich stattfindenden Tombak-Wettbewerb. Bereits mit 20 galt er als der beste Tombak-Spieler der Welt. Seine Auftritte vor begeistertem Teheraner Publikum waren immer ausverkauft. In seiner Auseinandersetzung mit dem Instrument und den technischen Möglichkeiten beginnt er das Tombak-Spiel kontinuierlich zu verbessern und zu revolutionieren, indem er die Grenzen des Traditionellen überschreitet, neue Fingertechniken und Klangvariationen entwickelt und hierfür eigene Stücke komponiert. Damit wird sein Stil richtungweisend.
Mit 22 Jahren reist Mohammad Reza Mortazavi das erste Mal nach Deutschland und tritt in München auf. Er veröffentlicht daraufhin in Deutschland mehrere CDs und ist auf verschiedenen Konzerten in Europa eingeladen, wo er Begeisterungsstürme auslöst.
2003 gewinnt er - als einer von über 600 Kandidaten - den Nachwuchspreis der Weltmusik auf dem renommiertesten Weltmusik-Festival Europas, dem Ruth -Festival in Rudolstadt.