Der Moritz-Garte-Steg ist eine schmale Nebenstraße in Radebeul-Mitte zwischen Meißner Straße und Steinbachstraße. Die westlich angrenzenden Flächen werden zurzeit noch von den Landesbühnen Sachsen unter anderem als Werkstattgebäude und Lager genutzt. Es ist geplant, dass die Landesbühnen ein neues Werkstattgebäude auf der unbebauten Fläche zwischen Paradiesstraße und Schuchstraße errichten und damit die jetzt noch genutzten Grundstücke frei werden. Aus Sicht der Stadtverwaltung bietet sich damit die große Chance, die Fläche umzunutzen und für die Einwohner von Radebeul zu öffnen. Die Stadt hat die Fläche am Moritz-Garte-Steg bereits erworben und eine Planung zur Umgestaltung in eine Grün- und Freifläche beauftragt.
Die Fläche erstreckt sich von der Meißner Straße bis zum Gebäude des Lößnitzgymnasiums und beinhaltet die Straße Moritz-Garte-Steg, das daran westlich angrenzende Grundstück der Landesbühnen Sachsen sowie den Platz vor dem Schulgebäude.
Ein konkreter Zeitpunkt zur Umsetzung der Planung konnte bisher noch nicht bestimmt werden, da erst der Umzug in die neuen Gebäude der Landesbühnen und die Beräumung der Fläche abgewartet werden muss. Der derzeitige Planungsstand wurde im Stadtentwicklungsausschuss bereits diskutiert. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung hängt die Planung nun öffentlich im Foyer des Technischen Rathauses in der Zeit vom 3. Dezember bis 23. Dezember 2009 aus und ist innerhalb der Öffnungszeiten (Mo - Fr 9 - 12 Uhr, Di und Do 9 - 12 und 13 - 18 Uhr) einsehbar.
Die Bürger der Stadt Radebeul werden hiermit aufgerufen, Anmerkungen oder Änderungsvorschläge zur Planung bei der Stadtverwaltung schriftlich als Brief (Stadtplanungs- und Bauaufsichtsamt, Pestalozzistraße 6, 01445 Radebeul) oder E-Mail (planung@radebeul.de) einzureichen oder diese im Sachgebiet Stadtplanung und Denkmalschutz bei Frau Flämig oder Herrn Hesse abzugeben.
Die Neugestaltung des Gebietes Moritz-Garte-Steg als attraktive Grünachse und Aufenthaltsfläche stellt eine wichtige Maßnahme zur Aufwertung und Stärkung des zentralen Bereiches in Radebeul-Mitte dar. Als Verbindungsachse zwischen dem Theater der Landesbühnen und dem denkmalgeschützten Gebäude des Gymnasiums mit Anschluss an die Straßenbahnhaltestelle Landesbühnen Sachsen dient das Gebiet als Zuwegung für Fußgänger und Radfahrer von und zur SBahnhaltestelle Weintraube, zur Jugendherberge, zum Sportzentrum Krokofit und zur Lößnitzsporthalle. Mit der Umgestaltung als Grünfläche kann das derzeit bestehende Defizit an öffentlichen Freiflächen in dem umgebenden Gebiet verringert werden.
An der Meißner Straße soll ein kleiner Platz mit Kastenlinden einen Eingang zur Grünachse bilden. Nach Süden öffnet sich ein großzügiger Freiraum als Rasenfläche und einem breiten Weg in wassergebundener Decke. Er mündet in einen befestigten Schulplatz vor dem Schulgebäude. Zwischen dem nördlichen Platz und dem Schulplatz werden zwei Sitzbereiche angeboten. Der nördliche Sitzbereich wird an zwei Seiten durch eine berankte Pergola begrenzt, welche einen transparenten Schatten liefert. Dieser Aufenthaltsbereich kann mit weiteren Angeboten, wie z.B. Bowl, Schach oder Boccia ergänzt werden. Die südliche Aufenthaltsfläche birgt Potenzial für Kleinkindspielangebote. Den zentralen Bereich der Anlage bildet eine große Rasenfläche als Kirschblütenhain. Diese ermöglicht die Nutzung als Liege- und Spielwiese in verschiedenster Art.
Der Moritz-Garte-Steg als Verkehrsfläche bleibt annähernd in seiner derzeitigen Lage erhalten. Die Befahrbarkeit soll in beiden Richtungen zur Erschließung der anliegenden Grundstücke und der Parkplätze möglich sein. Zwischen Roseggerstraße und Steinbachstraße wird der Moritz-Garte-Steg zurück gebaut und zur Erschließung der anliegenden Privatgrundstücke als überfahrbarer Weg neu gestaltet. Eine Durchführung der Fußgängerachse bis zum Gebäude des Lößnitzgymnasiums und eine Verbesserung der Querungsmöglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer im Bereich der kreuzenden Straßenabschnitte
der Roseggerstraße und Steinbachstraße soll durch eine Änderung des Oberflächenmaterials und bei der Roseggerstraße durch eine Einengung und Anhebung der Fahrbahn erreicht werden. Für Pkw sind 25 Stellplätze parallel und senkrecht zur Fahrbahn zur Deckung des Bedarfs der Schule und umgebender Einrichtungen geplant. Diese werden mit einer Heckenpflanzung von der Rasenfläche abgegrenzt und durch Bäume aufgelockert.