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Aufsteigenlassen von Himmelslaternen (Sky-Laternen) und Massenaufstieg von Luftballons

Donnerstag, 14.08.2008

In letzter Zeit verzeichnet das Ordnungsamt der Stadt Radebeul in erheblichem Umfang Anfragen zum Aufsteigenlassen von sogenannten Himmelslaternen aus Anlass privater Feierlichkeiten (Hochzeiten, Geburtstage, Jubiläen u.ä.). Diese leuchtenden Papierlaternen (auch als Sky-Laternen, Party-, Leucht- oder Wunschballons, Kong Ming- oder Thai-Laternen bezeichnet) sind als „ruhige Alternative“ zu einem Feuerwerk am abendlichen Himmel sicher schön anzusehen und geben dem Fest einen gewissen Zauber, sie sind aber wegen der darin offen brennenden Flamme auch nicht ungefährlich. Darüber sollte sich jeder, der Fluglaternen aufsteigen lassen will oder seine Gastgeber damit überraschen will, bewusst sein. Denn abhängig von der jeweils vorherrschende Windrichtung und –stärke entziehen sich Fluglaternen schnell der Verfügungs-gewalt des Anwenders und können konstruktionsbedingt nicht nur sich selbst, sondern auch Anderes in Brand stecken. Ein Aufsteigenlassen bei hoher Trockenheit und insbesondere bei Waldbrandstufe III sowie bei starkem Wind oder Windböen ist deshalb verboten. Die Laternen steigen, ähnlich wie ein Heißluftballon, durch die mittels einer Flamme erzeugte warme Luft auf und gleiten selbständig an einem vorher nicht bestimmbaren Ort wieder herab. Abhängig von Art und Größe der Laterne liegt die Flugdauer zwischen 5 – 40 min. und die Aufstieghöhe zwischen 60 – 500 m.


Diese Fluglaternen mit eigenem Antrieb sind allgemein als Luftfahrzeug einzustufen und unterfallen insofern dem Luftverkehrsrecht.
Wegen der Nähe zum Internationalen Flughafen Dresden ist aus Gründen der Sicherung des Flugverkehrs deshalb vorher (möglichst 8 Tage) bei der DSF Deutschen Flugsicherung GmbH, Flugverkehrskontrolle Tower Dresden, eine Antrag auf Freigabe zu stellen.

Das Ordnungsamt der Stadt Radebeul ist unter Angabe von Namen und Anschrift, Datum und ca. Uhrzeit, genaue Bezeichnung des Aufstiegortes in Radebeul und des Anlasses sowie der Anzahl der Laternen über die Verwendung von Himmelslaternen zu informieren. Danach erhält der Betreffende vom Ordnungsamt ein Hinweisschreiben in dem er u.a. auch über Kontaktadressen bezüglich der Waldbrandwarnstufe und der DFS Tower Dresden informiert wird. Die DSF Tower Dresden verlangt in der Regel mit Antragstellung und vor Freigabe die Vorlage dieses Schreibens der Stadt.

Übrigens, wie auch bei den Himmelslaternen ist wegen der Nähe zum Dresdner Flughafen bei der DFS Tower Dresden eine Freigabe für den Massenaufstieg von Luftballons einzuholen. Dabei kann wie bei den Himmelslaternen verfahren werden.

Für evlt. Fragen steht Ihnen das Ordnungsamt der Stadt Radebeul unter der Ruf-Nr. (0351) 8311-716 oder 712 gern zur Verfügung.

 

Link: www.radebeul.de/Aktuelles/Aktuelle+Meldungen/Archiv+2008/Aufsteigenlassen+von+Himmelslaternen+(Sky_Laternen)+und+Massenaufstieg+von+Luftballons.print
Datum: 20.04.2014