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1. Töpfermarkt in Radebeul-Altkötzschenbroda am 7. und 8. Juni 2008, jeweils von 11-18 Uhr

Donnerstag, 29.05.2008

Ein echtes Stück Handwerkskunst

Für die einen purer Luxus, für die anderen eine Herzensangelegenheit – das ist in heutiger Zeit Keramik aus den heimischen Töpfereien. Sie werden immer weniger und das Überleben ist nicht einfach für diese letzten echten Handwerker. Gemeinsam mit dem erfahrenen Töpfermarktveranstalter Sepp Klement bereitet das Amt für Kultur und Tourismus der Stadt Radebeul eine Präsentation der liebevoll produzierten Einzelstücke aus Ton auf dem Kirchvorplatz von Altkötzschenbroda vor.

Nach einer dreijährigen Pause freuen sich die Keramiker, wieder mit ihren Kunden ins Gespräch zu kommen. Schon beim ersten Markt – der allerdings noch in der verkehrsumtosten Bahnhofstraße stattfand – waren die Keramikfreunde von der Auswahl begeistert. Noch kann man die Veranstaltung nicht „traditionell“ nennen, doch sind traditionsreiche Töpfereien neben jungen – und manchmal auch wilden – Keramikern zu finden.

So unterschiedlich auch ihr Warenangebot ist – alle haben eins gemeinsam: Das Angebot wird ausschließlich in eigenen Werkstätten hergestellt. Die meist nur aus ein, zwei Mitarbeitern bestehenden Töpfereien haben alle ihre unterschiedliche Formsprache, die von klassisch über rustikal bis sehr modern reicht.
Für traditonelles Töpferhandwerk stehen neben vielen anderen die Meister-Töpfer Karl Barchmann aus Puschwitz, Ulrich Bösenberg aus Streitberg und Hans Holland aus Elstra auf dem Markt. Modern dagegen geht’s bei Yvonne Mandry aus Bad Lausick oder Kathrin Schulz aus Görzke zu, während Peter Wolf aus Bad Suderode mit sehr großen Keramiken als Künstler mancher Galerie zur Ehre gereichen würde. Seine Objekte und Brunnen sind beeindruckende Zeugnisse moderner Keramikgestaltung. Aber es gibt auch alles andere, was sich aus Ton herstellen lässt: Schmuck, Tiere, Brunnen, Gartenkeramik, Okarinas und natürlich Geschirr in vielerlei Ausführungen. Den weitesten Weg nimmt Karl Güttinger aus Isny im Allgäu auf sich; er war schon vor drei Jahren da und genießt laut eigener Aussage die wunderbare Atmosphäre des Kötzschenbrodaer Ensembles. Ein gern gesehener Gast aus dem tiefsten Erzgebirge ist der junge Korbmachermeister Norbert Grimmer, der in alter Tradition auch defekte Korbstühle, Sitzeinlagen und ähnliches repariert.

So trifft sich in Radebeul eine fröhliche Handwerkerzunft mit einem vielfältigen und bunten Angebot – Altkötzschenbroda zeigt alle Facetten eines uralten Handwerks! Der Markt findet am Samstag, 7. und Sonntag, 8. Juni von 11-18 Uhr bei freiem Eintritt statt.


 

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