Die Stadt Radebeul ist von starken regionalen Durchgangsverkehrsströmen belastet, wodurch insbesondere die Meißner Straße, aber auch die vielen Ortskerne wie Zitzschewig, Kötz-schenbroda, Serkowitz und Altradebeul betroffen sind. Mit der S 81 neu im Norden Radebeuls mit der Ortsumgehung Reichenberg/Friedewald/Boxdorf ist bereits eine für Radebeul wichtige regionale Straßenbaumaßnahme realisiert. Die Elbebrücke Niederwartha, von der sich Rade-beul eine umfangreiche Entlastung erhofft, ist bereits für jedermann sichtbar in Bau.
Um die verkehrlichen Effekte zu erfassen, die mit der Freigabe der Brücke (voraussichtlich 2009) und weiteren verkehrsplanerischen Maßnahmen auf Radebeuler Stadtgebiet eintreten werden, wird eine Vorher-Nachher-Untersuchung durchgeführt. Diese soll die Wirksamkeit der Elbebrücke im Straßennetz aufzeigen.
Dazu werden im September Verkehrszählungen und auch Befragungen des fließenden Kfz-Verkehrs im Stadtgebiet von Radebeul und an den Schnittstellen zu Dresden, Boxdorf und Coswig stattfinden. An insgesamt sechs Befragungsstellen werden die Fahrzeuge von Einsatzkräften der Polizei angehalten und nach Quelle, Ziel und Zweck der Fahrten befragt. Als Erhebungspersonal kommen insgesamt ca. 120 Schüler der verschiedenen Radebeuler Schulen zum Einsatz. Diese Angaben dienen der Entwicklung eines differenzierten Simulationsmodells und dem Vergleich mit Erhebungen nach der Realisierung der geplanten Straßenbaumaßnahmen.
Wir bitten alle Radebeuler Bürger diese Bemühungen zu unterstützen und die erforderlichen, jedoch geringen Einschränkungen bzw. zeitlichen Einbußen bei der Befragung mit der nötigen Gelassenheit in Kauf zu nehmen. Ziel aller geplanten Maßnahmen ist es vor allem, die hohe Wohnqualität in Radebeul durch gezielten Straßenaus- bzw. -neubau zu erhalten bzw. zu stärken.