Seit 10.Juli 2006 laufen auf der Kötzschenbrodaer Straße in der Ortslage Serkowitz Baumaßnahmen zur Beseitigung der Winterschäden. Ursprünglich sollte nur die desolate Schwarzdecke ersetzt werden (geplante Kosten: 82 TEuro).
Der Baugrund stellte sich jedoch als nicht tragfähig und auch als nicht frostsicher heraus. Daher musste bereits ein zusätzlicher Erdaushub von ca. 50 cm zum Einbau tragfähiger Schotterschichten veranlasst werden. Insgesamt entstehen so für den Straßenbau Mehrkosten von ca. 20 TEuro.
Der unvorhergesehene Erdaushub wurde seitens der Wasserversorgung und Stadtentwässerung Radebeul GmbH (kurz: WSR) vorsorglich zu einer TV-Befahrung des Abwasserkanals genutzt. Dabei wurde ein sehr schlechter Zustand festgestellt. Daraufhin entschied sich die WSR in Abstimmung mit der Stadt zur sofortigen Erneuerung.
Oberbürgermeister Bert Wendsche dazu: "Keiner würde verstehen, wenn wir die Chance jetzt nicht nutzen würden und statt dessen auf diesen löchrigen Topf (Abwasserkanal) einen goldenen Deckel (Schwarzdecke) setzen würden."
Daher wird beginnend ab Freitag, dem 21.07.2006 zusätzlich der Abwasserkanal in der Kötzschenbrodaer zwischen den Anschlusspunkten Hauptsammler Serkowitzer Straße und Gasthof "Zur guten Quelle" erneuert. Parallel wird auch die ebenfalls altersschwache Trinkwasserleitung im Teilbereich zwischen Straße des Friedens und Mühlweg ausgewechselt.
Trotz der komplizierten Lößnitzbachunterquerung wird die Bauzeit so kurz wie möglich gehalten. Ab Montagfrüh, dem 14. August soll der Verkehr wieder ungehindert über die Kötzschenbrodaer Straße durch Serkowitz fließen können.
Zur Erleichterung der Situation für die Anlieger wird die Kötzschenbrodaer Straße von Westen her bis Höhe Parkplatz "Zur guten Quelle" bis diesen Freitag (21.07.2006) vollständig fertiggestellt. Ebenso ist geplant, eine provisorische Querung der Kötzschenbrodaer Straße vom Dorfanger hin zur Wasastraße schnellstmöglichst zu ermöglichen.
Im Sperrschatten der obigen Baumaßnahmen werden die Arbeiten zur Querung der Kötzschenbrodaer Straße durch den Seegraben umgesetzt. Dies wird bis Mitte nächster Woche abgeschlossen.
Oberbürgermeister Bert Wendsche: "Ich bitte alle Serkowitzer um Verständnis für die Belastungen. Leider wird sich in diesem Zeitraum aber auch die Stausituation auf der Meißner Straße nur wenig verbessern." Die Anwohner in Serkowitz werden am Donnerstag separat durch die WSR über den Bauablauf sowie über die möglichen Ansprechpartner vor Ort informiert.
Die geplante Sanierung der Pestalozzistraße verschiebt sich dadurch ebenfalls. Sie kann erst im Anschluss an die Fertigstellung der Kötzschenbrodaer Straße beginnen. "Alles andere würde die Umleitungssituation unbeherrschbar machen", so Rainer Siebert, Sachgebietsleiter Straßenbau der Stadt Radebeul.